Orber Triathleten in der Regionalliga
15.09.2010 - BAD ORB
Nach Rückzug von Darmstadt überraschend doch noch den Aufstieg geschafft - Duell mit Gelnhausen wieder verschoben
Bad Orb (gt). Nachdem die zunächst zum Aufstieg berechtigten Hessenmeister vom DSW Darmstadt ihren Verzicht erklärt haben, dürfen die Kurstädter als Vizemeister knapp zwei Wochen nach Ende der Ligasaison noch einmal kräftig jubeln: Keiner der Beteiligten hätte es sich träumen lassen, dass die Triathleten des TV Bad Orb am Ende der Saison 2010 den Aufstieg von der höchsten hessischen Landesklasse in der Regionalliga Mitte feiern können. Vergangenes Jahr nämlich waren die Kurstädter im letzten Saisonrennen gerade noch dem Abstiegsgespenst entkommen.
Nichtsdestotrotz hatten die Orber in diesem Rennen schon angedeutet, was möglich gewesen wäre, wenn sie öfters in Bestbesetzung hätten antreten können. In der Besetzung Florian Brosch, Jörn Gabler, Tim Stutzer, Adi Kohr und Matthias Schmitt hatten sie damals den dritten Tagesplatz erreicht. Ein Fingerzeig, der für 2010 hoffen ließ. Da zum Jahresende mit Alexander Nikolopoulos noch schlagkräftige Verstärkung gewonnen wurde, hatten die Orber das Abstiegsgespenst von 2009 schon früh verjagt.
Im ersten Rennen der Saison, einem im Mannschaftsverband zu absolvierenden Sprinttriathlon in Fritzlar, kam das Potenzial der Mannschaft zum Vorschein. Obwohl mit Florian Brosch der vermeintlich stärkste Athlet wegen einer Verletzung ausfiel, sicherte sich die Mannschaft einen hart erkämpften zweiten Tagesrang. Jörn Gabler, Adi Kohr, Jürgen Metzler, Alexander Nikolopoulos und Tim Stutzer erreichten das Ziel nach großen Kampf auf der Laufstrecke lediglich fünf Sekunden vor den drittplatzierten Konkurrenten aus Viernheim.
Im zweiten Saisonrennen war dann Brosch wieder dabei, dafür gingen aber Kohr und Metzler nicht an den Start. Mit Bernd Paczarkowski und Jörn Treffler rückten die beiden Veteranen des Teams nach und sicherten bei Dauerregen in Bad Endbach mit Tagesrang sechs einen Platz im Vorderfeld. Im Zwischenklassement lag die Mannschaft damit weiterhin auf dem Podest, war aber auf den dritten Rang in der Saisonwertung zurückgefallen.
In Viernheim schöpfte die Mannschaft ihr Potenzial dann voll aus und entschied mit Brosch, Gabler, Kohr, Nikolopoulos und Stutzer die Tageswertung für sich. Dafür war besonders die Leistung von Brosch und Nikolopoulos entscheidend, die als Zweiter und Dritter der Tageswertung ins Ziel liefen. Zum Finalwettkampf reiste die Mannschaft damit als Zweitplatzierte hinter den überlegenen Athleten vom DSW Darmstadt mit nur hauchdünnem Vorsprung vor der Konkurrenz aus Viernheim. Die Vorzeichen für eine gute Tagesplatzierung allerdings waren nicht wirklich gut. Von der Stammbesetzung fehlten mit Kohr, Metzler und Brosch krankheitsbedingt oder wegen anderer Verpflichtungen gleich drei Athleten. Da aber in aktiver Nachbarschaftshilfe Patrick Röll vom SV Gelnhausen für das Rennen ausgeliehen wurde, stand dennoch eine schlagkräftige Truppe am Start. Röll, Gabler, Nikolopoulos, Paczarkowski und Stutzer sollten die Kohlen aus dem Feuer holen. Das Rennen geriet dann wie fast erwartet zum veritablen Krimi.