Heeger: Aufstellung ganz kurzfristig
28.01.2012 - BÜDINGEN
Mit Büdinger Beteiligung geht es für SV Gelnhausen heute in der 2. Bundesliga in Wiesbaden um gute Ausgangspostion
(lh). Jetzt wird es ernst. Heute steigt in Wiesbaden der Vorkampf zur 2. Schwimm-Bundesliga - und da wollen die Damen- und Herrenteams des SV Gelnhausen den Grundstein legen, um erneut den Klassenerhalt zu schaffen (wie berichtet).
SVG-Cheftrainerin Heike Heeger (Büdingen) freut sich bereits auf das besondere Flair dieser Wettkämpfe, wenn aus Einzelsportlern plötzlich Mannschaftssportler werden. „Diese Wettkämpfe haben ihre eigene Dynamik. Keiner weiß, was einen erwartet, denn einige Gegner verstärken sich kurzfristig, andere müssen Ausfälle verkraften - da ist immer vieles möglich“, so Heeger.
Um 9 Uhr geht es für die beiden SVG-Teams in drei Kleinbussen - zwei Vereinseigene, ein privater von der Familie Heeger - in die hessische Landeshauptstadt. Um 10 Uhr ist Einschwimmen, um 11 Uhr startet der erste Wettkampf-Durchgang.
Im Vorfeld heißt es tüfteln, welche Formation die erfolgsversprechendste ist. „Es nützt ja nichts, wenn ich einen Schwimmer habe, der auf drei Strecken Extraklasse ist, aber diese drei Rennen unmittelbar hintereinander stattfinden. Außerdem gibt es Strecken, auf denen man keine Spezialisten hat, da muss man eben improvisieren und die Lösung finden, die am Ende für das Team die meisten Punkte bringt“, verdeutlicht die erfahrene SVG-Trainerin die Problematik eines solchen Teamwettkampfes. Und macht klar, dass es da auch Härtefälle gibt, einige sich auch auf „ungeliebten“ Strecken für das Team „opfern“ müssen.
Die größeren personellen Alternativen hat Heeger diesmal bei den Herren. Bereits drei mögliche Versionen hat sie sich ausgedacht, wie die endgültige SVG-Startformation letztlich aussehen wird. „Das bespreche ich dann noch mit dem Team im einzelnen, die endgültigen Karten schreibe ich aber erst am Wettkampftag auf der Fahrt nach Wiesbaden. Das hat nichts damit zu tun, dass ich zu faul bin, bei kurzfristigen Ausfällen neue zu schreiben, aber damit bin ich immer gut gefahren und da belasse ich es auch dabei“, verrät Heeger ein ganz besonders Ritual vor den Bundesliga-Wettkämpfen.
Zu den Chancen der beiden Teams will sie sich im Vorfeld nicht konkret äußern, „denn da kann so viel passieren. Aber sicherlich ist die Breite bei den Herren größeren und mit Alexander Kunert und Hendrik Schamber haben wir zwei aktuell ganz starke Schwimmer.“
Dass der Rückkampf in einer Woche nicht im heimischen Hallenbad, sondern in Bamberg stattfindet, sieht die SVG-Cheftrainerin als „klaren Nachteil“ an. „Auswärts absolviert man seinen Wettkampf, aber diese stimmungsvolle Atmosphäre und die Unterstützung der Fans, die hat man nur zu Hause. Denn so kurzfristig fährt keiner einfach mal nach Wiesbaden oder Bamberg mit, um das Team zu unterstützen“, so Heeger. Nach der Rückkehr aus Wiesbaden findet heute Abend übrigens keine Feier statt - auch das hat Tradition. Gefeiert wird erst nach dem Rückkampf und der Heimkehr aus Bamberg in einer Woche. Und dann soll es möglichst wieder eine doppelte Nicht-Abstiegsparty geben.