Schiri getreten: 24 Spiele Sperre
11.11.2010 - GELNHAUSEN
Hanau (geb). Der Urteilsspruch löste keine Überraschung aus. Das Kreissportgericht Hanau unter Leitung von Günter Klein-Alstädde ahndete den Spielabbruch der Fußball A-Liga-Partie Hanau zwischen der SG Marköbel II und dem VfR Kesselstadt II, am 21. Oktober, mit einer harten Strafe für den Übeltäter Sentürk Örs, ließ aber bei der Bestrafung des VfR Kesselstadt Milde walten. Örs wurde wegen einer Tätlichkeit gegen Schiedsrichter Steffen Fischer (Frankfurt), die in der 83. Minute zum Spielabbruch führte, für 24 Pflichtspiele gesperrt. Der VfR Kesselstadt wurde zu einer Geldstrafe von 50 Euro verurteilt, dazu kommen noch die Verfahrenskosten in Höhe von 135 Euro. Das beim Stand von 2:0 abgebrochene Spiel wird mit 3:0 Toren für Marköbel gewertet, zudem werden der zweiten Garnitur des VfR drei Punkte abgezogen. „Bei der Bestrafung des Vereins blieben wir am untersten Level. Wir folgten dem Pladoyer des 2. Vorsitzenden des VfR, Yusuf Samur, wonach der Verein keine Möglichkeit hatte, dem Ausraster seines Spielers vorzubeugen“, begründete Klein-Alstädde das milde Strafmaß. Auch dass der Kreisoberligist sofort nach dem Eklat Konsequenzen zog und dem Spieler Örs Hausverbot für das Sportgelände an der Pumpstation erteilte, wurde positiv bewertet. Anders sah es im Falle des Übeltäters aus. Örs sah nach einem Schubser gegen seinen Gegenspieler die Rote Karte. Danach griff der 73. Minute eingewechselte Spieler Schiedsrichter Fischer an und trat ihm gegen den linken Oberschenkel. Fischer brach daraufhin das Spiel sofort ab.