Neues Einsatzfahrzeug für Wächtersbacher Wehr
31.05.2010 - WÄCHTERSBACH
Übergabe eines Wechselladers im Rahmen eines "Tags der offenen Tür" bei den Rettungsdiensten im Sicherheitszentrum
(ez). Am gestrigen Sonntag wurde das neue Wechselladerfahrzeug und ein zum Geräteträger ausgebauter Abrollbehälter von der Freiwilligen Feuerwehr Wächtersbach in Dienst gestellt und an die Stadt als Träger der Wehr übergeben. Damit stand der Schwerpunkt des "Tages der offenen Tür" im Sicherheitszentrum fest.
Reichlich Gäste hatten sich eingefunden und freuten sich mit den Brandschützern über den 26-Tonner, der zusammen mit den Abrollbehältern, einen Wert von rund 160000 Euro darstellt. Gefreut hat sich Stadtbrandinspektor Markus Metzler auch über das große Interesse der Mandatsträger und Gäste, darunter der Erste Stadtrat Andreas Weiher, Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch, Landtagsabgeordneter Heinz Lotz, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Karlheinz Rothländer, Kreisbrandmeister Friedhelm Riffel und als Vertreter der Polizei unter anderem Gelnhausens Dienststellenleiter Norbert Schikowski. Metzler skizzierte die Geschichte des neuen Fahrzeugs, vom Feuerwehrbedarfsplan über die Konzeptentwicklung bis zur Umsetzung. Wichtige Grundlage war ein Konzept, das auf die Einsatzbereiche Brandschutz, Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz unter Beachtung des bereits bestehenden Fahrzeugkonzepts der Feuerwehren Hanau und Maintal Anwendung finden würde. "Durch das neue Katastrophen- und Zivilschutzkonzept des Bundes wurde durch den Wegfall bestehender Fahrzeuge der Handlungsbedarf noch deutlicher", so Metzler. Nun stehe dem Kreis ein wirtschaftliches und zukunftsorentiertes Fahrzeugkonzept zur Verfügung. Glückliche Umstände hätten die Beschaffung des neuen Fahrzeuges ermöglicht, erklärte Metzler. Wächtersbach habe sich mit zwei Projekten an das Sonderinvestitionsprogramm gewandt: Baumaßnahme Leisenwald und Wechselladerfahrzeug. Beide seien einbezogen worden. Für die Feuerwehr hieß das, schnell zu reagieren. Nach langem Suchen konnte ein gebrauchtes Fahrzeug beschafft werden. Da es nicht den Feuerwehrnormen entsprach, musste es umgebaut werden. Sein Dank galt dem Feuerwehrverein, dank dessen tatkräftiger Unterstützung mit einer Investitionssumme von 22000 Euro die Beschaffung von zwei Abrollbehältern ermöglicht wurde.
Bürgermeister Rainer Krätschmer freute sich, dass die Wehr so gut aufgestellt und fachlich gut gerüstet ist und führte Beispiele auf, wo Leben, Hab und Gut der Bürger geschützt werden konnten. "Wir sind sehr froh, dass wir sie hier haben. Sie dienen unseren Bürgern", bezog er auch die weiteren Dienste im Zentrum ein. Landrat Erich Pipa betonte, dass rund 5000 ehrenamtliche Feuerwehrleute im Kreis Dienst tun. Würde man alleine Wächtersbach mit hauptamtlichen Feuerwehrleuten ausstatten, dann schlüge das alljährlich mit 2,3 Millionen Euro zu Buche. Mit Freude wurde Pipas Scheck über 5000 Euro entgegengenommen.
Kreisbrandinspektor Markus Busanni ging auf die Neuordnung des Katastrophenschutzes ein. Jede Feuerwehr übernehme bestimmte Aufgaben. Wächtersbach erhalte noch einen Abrollbehälter für Eisenbahnunfälle. Eine Fahrzeug- und Geräteschau rundete das Programm ab.
Die Polizei stellte sich mit Räumlichkeiten, Beratungsdiensten, Vorbeugungsprogrammen und Landesaktionstagen vor, das DRK mit Rettungstechniken und Einsatzfahrzeugen. Die Jugendfeuerwehr hatte verschiedene Programmpunkte, der Musikzug war eingeladen, und für das Wohl der Gäste war bestens gesorgt.