Ehrungen für die "Helden des Alltags"
27.04.2010 - WÄCHTERSBACH
Jahreshauptversammlung der Wächtersbacher Feuerwehren im Dorfgemeinschaftshaus Hesseldorf - Beförderungen
(tra). Stadtbrandinspektor Markus Metzler konnte während der Jahreshauptversammlung der Wächtersbacher Feuerwehren neben Kreisbrandmeister Friedhelm Riffel auch Bürgermeister Rainer Krätschmer und den Ersten Stadtrat Andreas Weiher begrüßen. Auch zahlreiche Aktive aus den Ortsteilwehren kamen. Gut verständlich und nachvollziehbar konnten die Kameraden den Bericht des Stadtbrandinspektors auf einer Leinwand verfolgen. Ehrungen und Beförderungen wurden vom Kreisbrandmeister vorgenommen.
Rainer Krätschmer, Andreas Weiher, sowie Friedhelm Riffel dankten den Brandschützern für ihren unermüdlichen Einsatz, auch wenn ihre Arbeit oft an die Grenzen des Erträglichen ginge. Einig waren sich die Ehrengäste auch darin, dass es ganz außerordentlich sei, dass Frauen in der Wehr ihre "Frau stehen". "Großer Dank auch an sie alle, die es nicht an Einsatz fehlen lassen, auch wenn es gefährlich wird", so Krätschmer. Weiher sagte, dass die Aktiven seine "Helden des Alltags" seien und überbrachte ein Geschenk für die Jugendlichen der Feuerwehr: Alle erhalten von der Stadt eine Schwimmbad-Freikarte für fünf Besuche.
Die momentane Mitgliederzahl der Aktiven beträgt insgesamt 218 Feuerwehrmänner und -frauen, wovon, statistisch gesehen, 55 pro Tag im Einsatz sind, so Metzler. Die Berichte über die Einsätze, die sich in Brände, technische Hilfsleistungen, Brandsicherheitsdienste, Brandmeldeanlagen und Fehl- und böswillige Alarme aufteilen, war beeindruckend und gab wider, welche Leistung die Feuerwehren zu erbringen haben.
Nach viel Lob für die Aktiven, gab es natürlich auch einige Wermutstropfen zu verkünden. So seien die Einsatzfahrzeuge oft nicht mehr auf dem Stand, den sie haben sollten. "Da könnte die Abwrackprämie zum Einsatz kommen", so Metzler. "Deshalb muss den Aktiven, die den Service und die Gerätepflege verantworten, großer Dank entgegen gebracht werden. Sie sparen der Kommune mit ihrem Einsatz und der Bereitschaft zur Eigenleistung eine Menge an Finanzmitteln", so der Stadtbrandinspektor ergänzend.
Ersatzdienst thematisiert Das Thema Freistellung vom Wehrdienst war ein weiterer Punkt, den Metzler erwähnte: "Viele Ersatzdienst-Leistende denken, dass sie auf Urlaub wären, wenn sie vom Wehrdienst freigestellt werden und zur Feuerwehr gehen. Die zehn Lehrgänge sind kein Mallorcaurlaub und müssen besucht werden, sie sind Pflichtprogramm." Einfach nicht hingehen oder die 100 zusätzlichen Dienststunden vergessen, sei nicht möglich, betonte der Stadtbrandinspektor.
Der Stadtjugendfeuerwehrwart Oliver Goy gab seinen Jahresbericht ab und konnte mitteilen, dass sich 93 Jugendliche - 60 Jungen und 33 Mädchen - bei der Feuerwehr engagieren. Sein Dank ging an die sehr aktiven jungen Leute, die vieles hintan stellten, um dem gerecht zu werden, was die Wehren ausmache - Löschen, Bergen, Retten, Schützen.
Zum Feuerwehrmann wurden Christoph Haas und Nick Bachmann aus Hesseldorf befördert. Hauptfeuerwehrmann wurde Markus Neumann aus Wächtersbach. Zum Löschmeister wurden Patrick Werth und Bernd Ley aus Hesseldorf befördert. Oberlöschmeisterin und Oberlöschmeister wurden Miriam Steinberger und Manfred Hartmann aus Waldensberg. Das Brandschutzzeichen in Silber am Bande für 25 Jahre aktive Dienstzeit wurde verliehen an Bernd Schröder und Thomas Lindt aus Leisenwald, Andreas Rieser aus Wächtersbach, Dirk Seebeck aus Aufenau und Holger Klatt aus Wittgenborn.
Das Brandschutzzeichen in Gold am Bande für 40 Jahre aktive Dienstzeit ging an Siegfried Kristen aus Hesseldorf. Die Goldplakette des Nassauischen Feuerwehrverbandes für 30 Jahre aktive Dienstzeit erhielten Hans Prähler und Hans-Jürgen Viehweg aus Wächtersbach.