Auch „Engelchen und Teufelchen“ feiern mit
23.08.2011 - LINSENGERICHT
Drei Vereine stemmen Jubiläumskerb in Eidengesäß
(et). Unter einem strahlend blauen Himmel stemmten kräftige Männer das Wahrzeichen der Eidengesäßer Zeltkerb in den Himmel. Unterbrochen von der traditionellen kurzen Bierpause wurde der bunt geschmückte Kerbbaum aufgestellt.
Vorangegangen war der Kerbgottesdienst im etwa zur Hälfte gefüllten großen Zelt auf dem Festplatz, den in diesem Jahr Manuela vom Brocke und Karl-Peter Klein ökumenisch abhielten. Begleitet wurde die Messe musikalisch vom Musikverein Eidengesäß und vom Chor der Kulturgemeinde. Unter der Leitung von Britta Wagenhäuser waren zwei englische und irische Lieder zu hören.
Drei Vereine haben sich in diesem Jahr zusammengetan, um die Jubiläumskerb zu veranstalten: Die Kulturgemeinde, die SKG und der Spielmannszug Eidengesäß. Weitere Ortsvereine unterstützten sie dabei. Nach dem Aufstellen des Baumes wurden Schilder an ihm angebracht, die alle Veranstalter der großen Linsengerichter Zeltkerb aus den vergangenen 40 Jahren dokumentierten. Zuletzt brachte Gerd Schenzielorz, Vorsitzender der SKG-Fußballer, als sechstes Schild die Tafel mit den drei Vereinen am Baum in luftiger Höhe an und ließ die Kerb hochleben. Anschließend stach Albert Ungermann das erste Fass Kerbbier an, sehnsüchtig erwartet von den durstigen Helfern. Unterstützt wurde er dabei vom „Kreiskerbborsch“, dem Eidengesäßer Ortsvorsteher Artur Fink und mehreren Gemeinderatsmitgliedern. Dazu spielte der Musikverein Eidengesäß auf, der auch die Frühschoppen am Sonntag und Montag morgen bestritt.
Der Samstagabend wurde von der Band „High Live“ mit Partyrock gestaltet. Parallel dazu fand der Fackelzug des Spielmannszugs statt, anschließend die Versteigerung mit den Kerbmädels und Kerbbuben. Am Sonntag zog zunächst eine Gewitterfront mit Starkregen durch. Pünktlich zum traditionellen Umzug aber riss der Himmel auf und die Wagen und Fußgruppen konnten im Trockenen durch den Ort ziehen. Vorne weg der Musikverein Eidengesäß mit seinen Instrumenten, dahinter folgte der Wagen der Kulturgemeinde mit grünem Laubschmuck. Dann kamen die Obst- und Gartenbauer mit ihrem „Blauen Bock“, von dem herab der erste „Süße“ frisch gekeltert unter die zahlreichen Zuschauer gebracht wurde. Die „Engelchen und Teufelchen“ der „Spätzünder“ schlossen sich an, dahinter die Sportler der SKG. Die Feuerwehr ging mit einem fantasievollen Wagen, einer „Bar zur schönen Müllerin“ mit funktionierender Mühle, an den Start. Den Abschluss des Zuges bildete der Spielmannszug Eidengesäß, wie in jedem Jahr aufwändig kostümiert, diesmal als „Arme Ritter von Eiden“. Danach gab es im Festzelt Kaffee und Kuchen und der Tanzcafé und Tanzabend mit „Die da“.
Gestern stand den ganzen Tag über ein buntes Programm auf dem Plan, gekrönt vom Auftritt der Band „Franken X-Press“am Abend. Genau um Mitternacht wurde die Jubiläumskerb dann beerdigt.