Zeller kandidiert als Vize-Chef der Jungen Union Deutschland
26.05.2010 - MAIN-KINZIG
JU-Landestag nominiert den aus Gelnhausen stammenden 30 Jahre alten Christdemokraten
(gt). Der Landestag, das höchste Beschlussgremium der Jungen Union Hessen, hat in Oberursel die Kandidaten des Landesverbandes Hessen für den JU-Bundesvorstand nominiert. Mit großer Mehrheit haben sich die Delegierten für den aus Gelnhausen stammenden Tom Zeller (30) als Kandidaten für den stellvertretenden Bundesvorsitz ausgesprochen. Dem diesjährigen Deutschlandtag in Potsdam im Oktober wird die Wahl des neuen Bundesvorstandes obliegen.
Tom Zeller ist seit der Wahl Philipp Mißfelders zum Bundesvorsitzenden im Jahre 2002 Mitglied des Bundesvorstandes und ist für die Bildungspolitik verantwortlich. Seine Arbeit, unter anderem als Kommissionsvorsitzender, hat nach eigenen Angaben maßgeblich zur hervorragenden Reputation Hessens im Bundesverband beigetragen. Zeller hat als ehemaliger Vorsitzender des Stadtverbandes Gelnhausen seinen Werdegang in der Jungen Union begonnen. Mit dem Verband Main-Kinzig leitet er einen der größten Kreisverbände der hessischen CDU.
Gestern hat sich der Christdemokrat zur Diskussion um den Mindestlohn in der Pflege geäußert: "Bei den Pflegediensten in kirchlicher Trägerschaft im Main-Kinzig-Kreis wird teilweise schon lange über die nun festgelegten 8,50 Euro gezahlt", erklärte der Kreisvorsitzende. Er reagierte damit auf die Aussagen des Sozialdezernenten und SPD-Unterbezirksvorsitzenden Dr. Kavai (SPD), wonach dieser sich für einen verbindlichen Mindestlohn von 8,50 Euro in den Altenpflegeberufen starkmachen und diese in den Alten- und Pflegezentren des Kreises einführen wolle. Die angekündigte Vorreiterrolle Kavais in der Pflege sei vor dem Hintergrund, dass kirchliche Träger seit längerer Zeit einen Mindestlohn zahlen, hinfällig.
Tom Zeller weiter: "Es ist hervorzuheben, dass das Personal in den Pflegeberufen jeden Tag außerordentlich wichtige und schwierige Aufgaben zu bewältigen hat. So wie die Kranken und Hilfsbedürftigen eine gute und qualifizierte Pflege verdienen, verdient das Pflegepersonal eine faire und gerechte Entlohnung." Gerade durch den demografischen Wandel würde sich ein immer größer werdender Bedarf an Pflegefachkräften entwickeln. Deshalb müsse diese Arbeit auch entsprechend besser vergütet werden als bisher. Hinzu solle ebenfalls eine bessere Förderung und Stärkung der Pflegeausbildung kommen, forderte Zeller weiter. Eine gute und fundierte Grundausbildung trage dem Ziel der CDU Rechnung, eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung für jetzt und für später zu gewährleisten.
Dass hinsichtlich des immer stärker werdenden demografischen Wandels eine größere Aufmerksamkeit auf die Pflegeberufe gelegt werden müsse, machte Tom Zeller nach eigenen Angaben nicht zuletzt mit Hilfe seiner Tour durch den Main-Kinzig-Kreis zum Thema "Demographie und Generationengerechtigkeit" deutlich. Während seines jüngsten Besuchs bei der Martin-Luther-Stiftung in Hanau seien unter anderem die zukünftigen Probleme und Herausforderungen für die Pflegeberufe angesprochen und diskutiert woden. "Es ist vor allem für unsere Zukunft wichtig, dass diese Themen auch weiterhin im öffentlichen Gespräch bleiben und diskutiert werden", betonte er.