Kuriose Bootstaufe beim DLRG
07.09.2010 - GELNHAUSEN
Ortsverband Gelnhausen macht aus „Gela“ kurzerhand „Lilo“ - Saisonabschlussfeier
(stm). Mit einer Bootstaufe feierte die DLRG-Ortsgruppe Gelnhausen auf dem Gelände des Vereinsheim ihren Saisonabschluss. Das Boot, das eigentlich den Namen „Gela“ tragen sollte, bekam wegen eines unglücklichen Zufalls nun den Namen „Lilo“.
Das dritte Boot in der Geschichte der DLRG-Ortsgruppe sorgte schon zu Beginn seiner Karriere für viele schmunzelnde Gesichter. Nach der Neustrukturierung des DLRG-Main-Kinzig hatte dieser für das Rettungsboot keine Verwendung mehr, die Ortsgruppe Gelnhausen entschied sich zum Kauf, um künftig auch im Hochwasser- und Katastrophenschutz miteingreifen zu können. Genau vor einem Jahr, am 5. September 2009, hatte das Boot seinen ersten inoffiziellen Einsatz bei dem Projekt „Eine Stadt steht auf“, bei dem das Rettungsboot, noch unter dem ehemaligen Namen „MaKi“, mit sechs Mann Besatzung auf der Kinzig patroullierte. Da das Boot während der Saison ständig im Einsatz war, blieb keine Zeit für eine offizielle Taufe, diese Zeremonie wurde nun nachgeholt. Doch der eigentlich vorgesehene Name „Gela“ fiel unter den Tisch. „Wir haben uns einen Namen überlegt, der einen Bezug zu Gelnhausen hat: Gela“, erklärte derVorsitzende Gerd Horst. „Wir waren uns alle einig, bis dann der Tag der Anmeldung kam.“ Da entfiel dem Technischen Leiter Matthias Walden kurzerhand der anzumeldende Name. „Er wusste noch: Etwas kurzes und prägnantes war es gewesen“, lachte Horst. Und so nannte Walden den ersten Namen, der ihm in den Sinn kam: „Lilo“. Immerhin: Lilo ist ebenfalls der Name der 2. Vorsitzenden und Frau des Ehrenvorsitzenden Herbert Wirth. „So hat auch dieser Name einen Bezug zu Gelnhausen“, schmunzelte Horst, „Lilo ist sozusagen schon eine Urgelnhäuserin und jeder hier kennt ihren Namen.“ So durfte auch Lilo Wirth die Taufe des Bootes übernehmen.
Das Rettungsboot vom Typ Ruwa-Doppel-V ist knapp vier Meter lang und 1,66 Meter breit. Doch das Alter des Bootes lässt sich nur sehr ungenau bestimmen. Laut zweier verschiedener Bootsatteste ist „Lilo“ einmal Baujahr ´85 und Baujahr ´77. Die „alte, aber schnelle Dame“ ist trotzdem der ganze Stolz der DLRG-Ortsgruppe, deren letzter Bootsbesitz über 20 Jahre zurückliegt. Einst konnten sie ein Sturmboot der Bundeswehr und anschließend das Ruderboot „Anton“ mit Baujahr ´66 ihr Eigen nennen.