Stadtverwaltung legt Umfrageergebnisse vor - 130 Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an der Untersuchung
(gt). In Gelnhausen besteht zwar eine nahezu flächendeckende Versorgung mit DSL-Anschlüssen, aber die Leistungsfähigkeit des Netzes lässt in einigen Bereichen noch zu wünschen übrig. Dies ist ein Ergebnis der Umfrage, die von der Stadt Gelnhausen durchgeführt wurde und deren Ergebnisse in eine Untersuchung des Main-Kinzig-Kreises zu diesem Thema einfließen. Mitgemacht haben 130 Personen aus allen Stadtteilen Gelnhausens. Dabei stellte sich heraus, dass rund 98 Prozent bereits über einen Breitbandanschluss verfügen. Kabel, UMTS und ISDN spielten mit weniger als fünf Prozent kaum eine Rolle. Allerdings wünschten sich nahezu alle eine schnellere Verbindung in das Internet.
Nach Angaben der Stadtverwaltung müssen sich aktuell 53 Prozent mit 1000 KBits oder weniger begnügen, mit bis zu 2000 KBits können 29 Prozent surfen und 16 Prozent kommen in den Genuss eines Anschlusses, der mehr als 2000 KBits übertragen kann.
"Vor diesem Hintergrund ist es keine Überraschung, dass von mehr als 70 Prozent der Befragten eine höhere Geschwindigkeit angemahnt wird. Zwischen 6000 und 16000 KBits wären wünschenswert, zumal in einzelnen Antworten darauf hingewiesen wurde, dass man zwar für den höheren Wert bezahle, allerdings in der Praxis werde der bessere Datendurchsatz nie erreicht", so Bürgermeister Thorsten Stolz. Die Umfrage mache auch deutlich, dass die Einwohner von Gelnhausen bereit sind, für eine gute Leistung ein höheres Entgelt zu zahlen. Immerhin 68 Prozent der Umfrageteilnehmer seien durchaus bereit, monatlich 20 Euro und mehr zu zahlen - vorausgesetzt die Leistung stimmt.
In Ergänzung zur kreisweiten Erhebung habe sich die Stadt auch nach der Nutzung der Internetanschlüsse erkundigt. Von allen Befragten nutzen 40 Prozent ihren Anschluss beruflich - zum Beispiel für ein häusliches Büro. Weitere 12,5 Prozent benötigen das Internet gewerblich. Diese Werte machen laut Rathauschef Thorsten Stolz sehr deutlich, dass heute ein schneller Internetanschluss ein wichtiger Standortfaktor ist.
Keine Überraschung war für die Stadtverwaltung die sehr hohe Beteiligung der Menschen aus den Stadtteilen Höchst und Haitz. Hier bestehe offensichtlich der größte Nachholbedarf. Mit Blick auf den Stadtteil Haitz gibt es aber gute Nachrichten. "Durch die mit der Deutschen Telekom im vergangenen Jahr unterzeichnete Kooperationsvereinbarung wird es noch in diesem Jahr zu einem Ausbau des Netzes für den Bereich Haitz kommen", so Stolz. Auch in Meerholz und in der Innenstadt gebe es offensichtlich noch Versorgungslücken, während sich in Hailer und Roth die Situation anscheinend besser darstelle.
Laut Stolz sei jetzt der Main-Kinzig-Kreis am Zuge und müsse bei den Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen vorstellig werden. Kurzfristig sei zwar nicht mit einer flächendeckenden Ausweitung eines schnellen Breitbandnetzes zu rechnen. Die Ergebnisse der Umfrage in Gelnhausen zeigten aber deutlichen Handlungsbedarf in der Barbarossastadt auf.