(gt). In einer Pressemitteilung weist der CDU-Fraktionsvorsitzende Patrice Göbel die Vorwürfe von Ekkehard Franzke von der Bürgerinitiative Mobilfunk Freigericht zurück, man stelle "nach langem Schweigen nun plötzlich das Mobilfunk-Konzept in Frage", entschieden zurück.
"Auf das von Franzke zugesandte Infomaterial hin habe ich mich im Sommer 2009 mit diesem getroffen, um über den Fortgang zu sprechen", stellt Göbel richtig. "Ich habe Franzke mehrfach erklärt, dass das Mobilfunk-Konzept derzeit durch die Gemeindeverwaltung in die Bauleitplanung eingearbeitet wird und wir auf ein Bekenntnis der Mobilfunkgegner warten." Mit Bürgermeister Joachim Lucas stehe die CDU ebenfalls in regelmäßigem Austausch, um die Strahlenbelastung gemeinsam verbessern zu können. "Nur weil wir im Gegensatz zu anderen nicht permanent Presseberichte über Funkantennen schreiben, bedeutet das nicht, dass wir nichts unternehmen", stellt Göbel klar. Die CDU wolle eine Lösung, mit der alle Betroffenen leben können. "Wir müssen gemeinsame Wege gehen und dürfen keine unüberlegten Schnellschüsse machen, die vor Gericht keine Chance haben", ergänzt Göbel, selbst als Baurechtler beruflich mit solchen Rechtsfragen befasst. "Dabei müssen wir vor allem die Bevölkerung, aber auch die Mobilfunkbetreiber mitnehmen."
Deshalb habe Göbel bereits im Juli 2009 einen Brief an Franzke geschrieben. Darin wollte Göbel wissen, ob die Mobilfunkgegner sechs zusätzliche Mobilfunkmasten an den Ortsrändern im Außenbereich unterstützen. Diese seien nämlich im Mobilfunk-Konzept vorgesehen. Anzumerken sei, dass Ende 2006 die Mobilfunkdiskussion aufkam, weil zwei neue Masten gebaut werden sollten. Ein 40- Meter-Mast habe damals durch den Einsatz von Bürgermeister Manfred W. Franz und dessen Amtsnachfolger Joachim Lucas verhindert werden können. "Der zweite Mast steht heute am Ortsrand von Somborn und war einer der Hauptgründe, warum die Mobilfunkgegner sich formiert haben", erklärt Göbel. "Die sechs neuen Masten werden allesamt in etwa so aussehen wie der Somborner, vielleicht auch etwas größer."
Entgegen der Behauptungen Franzkes stelle von der CDU niemand das Mobilfunk-Konzept in Frage. Allerdings werde die CDU seit Wochen von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern angesprochen, die keine sechs neue Masten wollten. Auch die Bedenken und Ängste dieser Menschen müsse man ernst nehmen. "Trotz mehrerer Nachfragen haben die Mobilfunkgegner bis heute nicht erklärt, dass sie mit der Umsetzung des Mobilfunk-Konzepts und den sechs neuen Masten einverstanden sind", so Göbel weiter. "Was bringt uns die Umsetzung des Konzepts, wenn die Gegner nachher nichts davon gewusst haben wollen." Die CDU fordert Franzke und die Mobilfunkgegner deshalb auf, endlich eine öffentliche Erklärung abzugeben, ob sie das Mobilfunk-Konzept so wollen oder nicht. "Leider waren bei der Vorstellung des Mobilfunk-Konzeptes durch das EMF-Institut in der Freigerichthalle außer den Gemeindevertretern aller Fraktionen nur eine Hand voll interessierte Bürger und Mobilfunkgegner da, so dass man dort keine repräsentative Umfrage machen konnte", so Göbel.