44 Verletzte nach Unwetter bei Mittelaltermarkt
25.08.2010 - FLÖRSBACHTAL
(cw). Überschattet wurde das Ende des Mittelaltermarktes in Lohrhaupten von einem heftigen Unwetter, das nach Angaben von Veranstalterin Claudia Cvecko mindestens 44 Verletzte gefordert habe, darunter solche mit Rippen- und Armbrüchen, aber auch Personen mit einem Schock. „Bis auf zwei Stände wurde im Prinzip das ganze Lager zerstört“, berichtet Claudia Cvecko im Gespräch mit dem Tageblatt. Der extreme Wolkenbruch, der das gesamte Marktgelände unter Wasser gesetzt habe, sei sehr plötzlich gegen 17.15 Uhr gekommen. Den ganzen Sonntag habe man die Wetternachrichten verfolgt, die ein solches Ereignis zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht vorausgesagt hätten. „Als ich jedoch gegen 17 Uhr eine graue Wand durch den Grund ziehen sah, habe ich den Schaustellern mitgeteilt, dass sie mit dem Abbau beginnen sollten, dies ist ein Zeichen für die Besucher, dass die Veranstaltung langsam endet. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch rund 400 Besucher auf dem Gelände und wir wollten eine Panik vermeiden, wenn das Fest auf einmal beendet worden wäre“, beschreibt Claudia Cvecko die Situation kurz vor dem Unwetter. Plötzlich sei alles sehr schnell gegangen, starker Wind sei aufgekommen und es habe stark zu regnen begonnen. Innerhalb kürzester Zeit sei das Lager komplett zerstört gewesen, Zelte seien zusammengebrochen, Stände umgeworfen worden und Autos wurden beschädigt. Personen seien von umherfliegenden Holzstangen getroffen und verletzt worden oder hätten einen Schock erlitten. Die Veranstalterin schätzt allein den Schaden auf rund 50 000 Euro. „Einige der Schausteller sind nach diesem Unwetter sprichwörtlich bankrott, und keine Versicherung haftet dafür wegen höherer Gewalt. Da das Mittelalterfest aber positiv abgeschlossen hat, werden wir einen Beitrag leisten, um die Schausteller zu unterstützen“, so Claudia Cvecko.
Der Sportverein Lohrhaupten habe die Aufräumarbeiten unterstützt, indem er die Flutlichtanlage des nahen Sportplatzes eingeschaltet habe, um für etwas Licht zu sorgen. Privatleute hätten mit ihren Traktoren für erste Unterstützung gesorgt, indem sie steckengebliebene Fahrzeuge vom überschwemmten Festgelände gezogen hätten.