Vier Arbeitsgruppen - eine Mission
07.02.2012 - FLÖRSBACHTAL
Flörsbachtals „Zukunftswerkstatt“ benennt Gruppensprecher und erörtert Handlungskonzepte
(bis). Nachdem am 19. Januar ein zweiter Anlauf der im vergangenen Jahr gegründeten „Zukunftswerkstatt“ gestartet war, trafen sich nun erneut rund 15 interessierte Bürger, die sich für die Zukunft Flörsbachtals engagieren wollen. „Jeder darf sich einbringen“, appellierte Egon Schmid, der zusammen mit Udo Weiß die Neuauflage initiiert hatte und die Teilnehmer im Gasthaus „Zur Linde“ begrüßte.
Am Beispiel „Zukunftsradar 2030“ wurden Methoden erläutert, um mögliche Strategien, Konzepte und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz, das sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Bereiche Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzt. Das Ziel ist, die Folgen der Veränderungen für die Bevölkerung zu erörtern und in die Öffentlichkeit zu bringen, um mögliche Chancen zu entdecken und Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zukunft zu erarbeiten.
Die in der konstituierenden Sitzung vor einem Jahr gegründeten Arbeitsgruppen „Jugend“, „Senioren“ und „Infrastruktur“ hätten bereits einiges bewegt, wie Egon Schmid betonte. Sie haben zwar inzwischen wieder Mitglieder verloren, konnten aber auch einige engagierte Personen hinzugewinnen. Deshalb wurden im Laufe des Abends die Karten neu gemischt. Als Sprecher fungieren nun Egon Schmid (Jugend), Manfred Jensen (Senioren) und Jürgen Morlock (Infrastruktur). Neu wurde die Gruppe „Finanzen“ ins Leben gerufen mit Timo Wagner als Sprecher.
Frank Soer bot an, sich als künftiger Bürgermeister in die „Zukunftswerkstatt“ einzubringen, Termine zu koordinieren und Informationen zusammenzutragen. Zudem möchte er bei den nächsten Treffen im großen Kreis die Moderation übernehmen und aus der Gemeindeverwaltung jemanden mitbringen, der Protokoll führt.
Eigentlich hatte die Politik vollständig außen vor bleiben sollen. Soers Interesse wurde jedoch sehr positiv bewertet und sein Angebot stieß nach kurzer, sachlicher Diskussion auf Zustimmung. Schließlich sei es von Vorteil, wenn der Rathauschef als Bindeglied zwischen „Zukunftswerkstatt“ und Gemeindevertretung agiere. Zudem könnten zum Zweck der Bestandsaufnahme öffentliche Daten von der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden und man wäre nicht isoliert von den Entscheidungsträgern. Jeder Interessierte hat darüber hinaus die Möglichkeit, sich per Internet über die „Dorfschelle“ in die „Zukunftswerkstatt“ einzuloggen.
Weiterhin wurde vorgeschlagen, Regeln aufzustellen, die darauf hinweisen, dass spontane Aktionen wie der Protest gegen Fluglärm oder die Säuberung der Ortsteile nicht in die „Zukunftswerkstatt“ gehören. „Das kostet zu viel Kraft. Man darf das Projekt nicht als Ausputzer für alles definieren“, sagte Manfred Jensen.
Das nächste Treffen soll voraussichtlich am Freitag, 4. Mai, stattfinden.