Küche "Gerta" ist neues Schmuckstück des Museums
30.04.2010 - BRACHTTAL
Das Brachttal-Museum hat am Sonntag, 2. Mai, geöffnet
(gt). Viele hundert Stunden haben die Mitglieder des Museums- und Geschichtsvereins Brachttal in den vergangenen Monaten damit verbracht, neue Ausstellungen für das Jahr 2010 zusammenzustellen. Dass sich dieser Aufwand auch gelohnt hat, zeigte sich bei der Eröffnung Anfang April. Der Raum des Museumscafés war bereits während der Eröffnung prall gefüllt, und die Besucher zeigten sich mit dem Gesehenen sehr zufrieden. Immer wieder kamen Fragen im Zusammenhang mit der neuen Küche auf. Des öfteren war zu hören: "Die hätte ich auch genommen!"
Dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brachttal hätte die Kücheneinrichtung "Gerta" aus der Produktion der Neuenschmidter Möbelindustrie im vergangenen Jahr für das Museum erworben werden können. Vor wenigen Wochen sei diese dem Museums- und Geschichtsverein Brachttal offiziell durch Bürgermeister Mirko Schütte im frisch renovierten Zustand übergeben worden.
Direkt gegenüber der Küche wurde eine Ausstellung mit Wächtersbacher Steingut aus den 20er Jahren eingerichtet. Die 290 ausgestellten Sammlungsstücke stammen aus 24 privaten und öffentlichen Sammlungen. Neben Objekten aus der Wächtersbacher Kunstabteilung unter Eduard H. Schweitzer und Christian Neureuther, befinden sich in einigen Vitrinen auch zeittypische Objekte der allgemeinen Produktion zwischen 1920 und 1930 wie Waschgeschirre, Service, Vasen und vieles mehr. Die Form- und Farbenvielfalt der Wächtersbacher Produktion aus den 20er Jahren ist schon beim Betreten des Raumes deutlich spürbar.
Im ersten Stock des Museums konnte eine zweite interessante Ausstellung eingerichtet werden. Ein Sammler aus der Region hat hierfür seine weitreichende Sammlung an Farb-Lithographien aus dem heutigen Main-Kinzig-Kreis zur Verfügung gestellt. Entstanden sind diese in der Zeit zwischen 1895 und 1910 im sogenannten Steindruck-Verfahren. Rund 100 Orte zwischen Maintal und Schlüchtern sind im Rahmen der Ausstellung zu sehen, darunter auch eine äußerst seltene Winter-Lithographie mit Motiven der in Schnee gehüllten Stadt Hanau, die im Jahr 1899 ihre postalische Reise antrat.
Die Ausstellungen sind am Sonntag, 2. Mai, und danach an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Natürlich sind an diesen Terminen auch alle anderen Ausstellungsräume zugänglich und die Modelleisenbahn der Vogelsberger Südbahn befindet sich in Betrieb, teilt der Geschichtsverein mit.