Jacken, die plaudern und Kampf der Geschlechter
06.02.2012 - GREBENHAIN
Große Fremdensitzung der Grebencrainhainfelder Narren bot ein tolles Programm mit Gesang, Tanz und Büttenreden
(gst). „Is´der Euro ach am flieche, der TSV lässt ich net unner Grieche“. Mit diesem aktuellen Motto feierten die Narren aus Grebencrainhainfeld die diesjährige Kampagne. Eingangs hatte Sitzungspräsident Werner Schmelz den Gästen ein tolles Programm versprochen und hielt Wort, das fünfstündige Programm ließ keine Wünsche offen, da waren sich Zuschauer und Mitwirkende beim großen Finale einig. So manch einem tat vom Lachen alles weh, zahlreiche komische Beiträge hatten für beste Unterhaltung gesorgt.
Zuvor hatten sich aber erst einmal das Prinzenpaar Magdalena Greb und Sascha Schmidt sowie Hofnarr Thomas Karl und das Kinderprinzenpaar Julia Hoffmann und Konstantin Kircher dem Publikum präsentiert. Dabei glänzte Thomas Karl mit einer büttenreifen Vorstellung, die schon für Stimmung sorgte.
Kaum geschehen, stand das Prinzenpaar erneut im Fokus. Denn Andreas Müller berichtete aus der Bütt heraus, was er mit den aktuellen Regenten alles zu schaffen hat. Dabei lobte er die Kassenführungsgeschäfte von Sascha beim Kartenclub, der besser als jeder Grieche sei. Ebenso stellte er bei Magdalena fest, dass sie sich als Schützin besser mache als Magdalena Neuner. Zur Prinzessin stellte er seine langjährige Verbindung schon seit der Kindheit heraus und war damit prädestiniert, einiges aus dem Nähkästchen der Gemeinsamkeiten zum Besten zu geben. Als der Redner ein Eierbacken beim Prinzenpaar in Aussicht stellte, war das närrische Publikum natürlich begeistert.
Groß ist der Nachwuchs beim TSV Grebenhain. „Wie have a party, hieß es musikalisch bei der „Wilden Bande“, die tänzerisch als Schlümpfe auf der Bühne zu erleben waren. Hier wurde erstmals von Sitzungspräsident Schmelz die Feststellung getroffen „das war Spitze“.
„Oh Jammer - diese Männer“ so Christiane Prinz und Heike Hardt. „Ohne Männer, bitte sehr, wär´n die Krankenhäuser leer“ und ab Mitte 30 seien sie in der Midlife-Crisis“, stellte das Duo fest. „Die Frauen, seien dagegen bei Nacht und Tage, der Schöpfung Krönung ohne Frage“. So ging es lustig weiter, das männliche Geschlecht bekam dabei sein Fett weg.
„Woas soll ich groß saa, ich sei wieder dao“, meinte Funkenmariechen Christa Kreller. Sie war der Meinung, dass sie einmal zur Talentshow müsse. Dieter Bohlen und Heidi Klum waren Stationen ihrer Bemühungen, die aber nicht von Erfolg gekrönt waren. „Bei den Prominenten habe sie nur ihre Last, in Grebenhain auf der Bühne, weist du, was du hast“, sei ihr auf den Weg gegeben worden, erzählte das Büttenass.
Schön der Auftritt der Nachwuchs-Gruppe „Projekt 14“ mit ihrem Schautanz. Es waren tolle Tanzschritte und ein tolles Outfit zu bewundern.
Beim Aschenbrödelmärchen ging es um „Den Prinz eurer Träume“. Immer wieder tauchten hinter einer Sichtblende die Köpfe der Akteure auf und an der sehr frei gestalteten Handlung des Märchens hatte das Publikum seine Freude.
Christa Kreller auf einem kleinen Traktor sitzend und Gudrun Heutzenröder mit einem Kinderwagen auf der Bühne. Das allein bot schon Grund zum Lachen. Was die beiden „Kinder“ von sich gaben, wird sonst nur hinter vorgehaltener Hand erzählt. Sie hatten keine Scheu, das in der Öffentlichkeit zu tun - und das freute das begeisterte Publikum natürlich.